Auf diesen Seiten finden Sie Informationen über das ehemalige jüdische
Leben im Kraichgau mit Schwerpunkt Eppingen, einer Stadt in Baden-Württemberg, sowie
über wichtige jüdische Gebäude und Einrichtungen der Stadt und Umgebung.
Wir sind bald mit neuen Informationen und News über unsere Arbeitsgemeinschaft und das Leben der Juden in Eppingen online. Wir bitten um Verständnis, dass die Seite (noch) alte Texte beinhaltet.

Eppingen liegt im Herzen des Kraichgaus, ca. 25 km westlich von Heilbronn, 40 km
südöstlich von Heidelberg und 50 km östlich von Karlsruhe. Mit all seinen Stadtteilen
hat Eppingen über 20 000 Einwohner und ist große Kreisstadt im Landkreis Heilbronn.
1. Geschichte der jüdischen Gemeinde in Eppingen:
Man schätzt, dass sich schon im 14. Jahrhundert Juden in Eppingen ansiedelten.
Außerdem war hier für einige Zeit die wohl wichtigste jüdische Religionsgemeinschaft in
ganz Baden. Doch mit dem Nationalsozialismus wurde das jüdische Leben in Eppingen
vollends ausgelöscht.
Das Schicksal der ehemals jüdischen Mitbürger stellte in Eppingen allerdings bis in die
80er Jahre hinein ein weitgehend vergessenes Kapitel der Stadt-und Religionsgeschichte dar
(siehe auch: was bisher getan wurde). Erst im
Laufe der letzten Jahre stellten verschiedene Personen Recherchen zu diesem wichtigen
Thema an.
2. Entstehung und Zielsetzung unseres Projekts:
Im Frühjahr 2001 befasste sich unsere damalige 10. Klasse in Religion bei Frau
Daubmann mit dem Thema Judentum bzw dem jüdischen Leben im Kraichgau. Zur gleichen Zeit
schrieb Michael Heitz seine Diplomarbeit zu genau
diesem Thema. Zu uns in den Unterricht eingeladen führte er uns in die Spuren des reichen
jüdischen Lebens vor Ort ein und vermittelte einen Briefkontakt zu Herrn Werner Frank,
einem ehemaligen jüdischen Mitbürger, der heute in den USA lebt.
Deutlich hörten wir den Wunsch der ehemaligen Eppinger Juden nach einer offiziellen
Einladung und Begegnung heraus, die bis dahin noch nicht stattgefunden hatte.
Diese Tatsache war für uns Anlass, uns selbst mit dem Holocaust und dem Antisemitismus
auseinanderszusetzen. Was Teil unserer Stadtgeschichte war und ist und sei es auch
ein dunkles Kapitel - darf nicht in Vergessenheit geraten!
Der Wunsch unserer Projektgruppe ist es deshalb, die Erinnerung an die Geschichte der
früheren jüdischen Mitbürger Eppingens mit dieser Homepage lebendig zu halten und zu
einer Auseinandersetzung mit ihr anzuregen.
Die Ergebnisse unserer Nachforschungen veröffentlichten wir in dieser Homepage, für die
wir auch anlässlich des Gedenktages der Holocaustopfer am 26. Januar 2002 zur
Jugendbegegnung des Deutschen Bundestages eingeladen wurden.
3. Begegnungswoche:
Auch die Stadt zeigte Interesse an unserer Recherche und lud uns zu einer Präsentation
unserer Homepage ein. Das Anliegen, eine Begegnungswoche für die ehemals jüdischen
Mitbürger und der Eppinger Bevölkerung ins Leben zu rufen, wurde dankbar aufgenommen und
mündete rasch in die Vorbereitungen durch ein Komitee.
Im Herbst 2002 war es dann soweit. In der Woche vom 13. bis 19. Oktober kamen fünf
ehemalige Eppinger und ihre Begleiter, die sogar zum Teil ihre Kinder und Enkel
mitbrachten, nach Eppingen.
Die Resonanz der Eppinger Bevölkerung war überwältigend. In dieser Woche kam es zu
vielen intensiven Gesprächen zwischen den Gästen und der Bevölkerung; alte Kontakte
wurden aufgefrischt und neue geknüpft.
Neben dem Besuch der Gäste im Schulunterricht, einem öffentlichen Podiumsgespräch und
Vorträgen war vor allem auch die Gedenkstunde auf dem jüdischen Friedhof und an der
Stelle der ehemaligen neuen Synagoge eine wichtige Station auf dem Weg zueinander. Erste
Schritte der Versöhnung wurden getan, weitere sind auch in Zukunft notwendig.
Am Ende dieser Begegnung waren sich alle einig, dass die Kontakte intensiviert und auch
die heutige Generation unbedingt miteingebunden werden soll.
Auf der Homepage ist uns besonders wichtig: